Ratgeber
Der Notion-Kalender: Zwei Werkzeuge, die oft verwechselt werden
„Hat Notion einen Kalender?" ist eine der häufigsten Fragen – und die Verwirrung ist berechtigt, denn es gibt zwei völlig verschiedene Dinge mit diesem Namen. Hier ist die Unterscheidung, die alles klarer macht, plus die ehrliche Antwort zur Google-Verbindung.
+ das wichtigste in kürze
- Die Kalenderansicht steckt in jeder Notion-Datenbank: Alles mit Datum erscheint auf einem Monatsraster. Gut für Redaktions- und Projektpläne.
- Notion Calendar ist eine eigene, kostenlose App für deinen Tagesablauf – vergleichbar mit einem klassischen Kalender, aber mit Notion-Anbindung.
- Google Calendar lässt sich in Notion Calendar einbinden; eine echte Zwei-Wege-Synchronisierung mit beliebigen Datenbanken gibt es nicht ohne Zusatzdienst.
- Faustregel: Termine mit Uhrzeit → Notion Calendar. Aufgaben und Inhalte mit Datum → Kalenderansicht in der Datenbank.
Workspace-Handbuch · Stand August 2026
Die Kalenderansicht in Datenbanken
Das ist der Kalender, den die meisten meinen. Jede Notion-Datenbank kann ihre Einträge in verschiedenen Ansichten zeigen – als Tabelle, als Kanban-Board, als Galerie oder eben als Kalender. Voraussetzung ist nur eine Eigenschaft vom Typ Datum.
So legst du sie an:
- Öffne deine Datenbank und klicke oben auf das Plus neben den vorhandenen Ansichten.
- Wähle Kalender als Ansichtstyp.
- Falls die Datenbank mehrere Datumsfelder hat, wähle aus, welches den Ausschlag gibt – etwa „Veröffentlichung" statt „Erstellt am".
Der große Vorteil: Es sind dieselben Daten wie in der Tabelle. Du pflegst einen Eintrag einmal und siehst ihn wahlweise als Liste, Board oder im Monatsraster. Genau dafür ist unser Content-Kalender gebaut.
Wofür sich das eignet
- Redaktionsplanung: Wann erscheint welcher Beitrag?
- Projektmeilensteine: Was ist wann fällig?
- Urlaubs- und Abwesenheitsplanung im Team.
Wofür sie sich nicht eignet: den klassischen Tagesablauf mit Terminen um 9:30 und 14:00. Dafür gibt es das zweite Werkzeug.
Notion Calendar: die eigenständige App
Notion Calendar ist ein vollwertiger Kalender als eigenes Programm – für Mac, Windows, iPhone und Android, kostenlos, auch mit dem Gratis-Plan von Notion nutzbar. Er zeigt deinen Tag als Zeitleiste, mit Terminen, Videocall-Links und Zeitzonen.
Das Besondere ist die Verbindung in beide Welten: Du siehst deine Google-Termine und kannst Notion-Seiten an Termine anhängen. Vor dem Kundengespräch liegt die passende Projektseite also einen Klick entfernt statt irgendwo in der Suche.
Einrichtung in drei Schritten
- App laden und mit dem Notion-Konto anmelden.
- Google-Konto verbinden – die App fragt beim ersten Start danach. Mehrere Konten (beruflich und privat) sind möglich.
- Notion-Datenbank verbinden: In den Einstellungen lässt sich eine Datenbank mit Datumsfeld als zusätzlicher Kalender einblenden.
Die ehrliche Wahrheit zur Google-Synchronisierung
Hier werden viele enttäuscht, deshalb im Klartext: Eine echte Zwei-Wege-Synchronisierung zwischen einer beliebigen Notion-Datenbank und Google Calendar bietet Notion nicht. Was es gibt:
| Was du willst | Geht das? | Wie |
|---|---|---|
| Google-Termine in einer Oberfläche mit Notion sehen | Ja | Notion Calendar, kostenlos |
| Notion-Datenbank als zusätzlichen Kalender anzeigen | Ja | Notion Calendar, Einstellungen |
| Neuer Google-Termin legt automatisch Notion-Eintrag an | Nur mit Zusatzdienst | Make, Zapier o. ä. |
| Änderung in Notion ändert den Google-Termin | Nur mit Zusatzdienst | Make, Zapier o. ä. |
Wer diese Automatik wirklich braucht, baut sie mit einem Automatisierungsdienst nach. Für die meisten Selbstständigen ist das Kanonen-auf-Spatzen: Die gemeinsame Ansicht in Notion Calendar löst das eigentliche Problem – nämlich alles auf einen Blick zu sehen – schon vollständig.
Welchen Kalender solltest du nehmen?
- Du planst Inhalte, Projekte oder Aufgaben mit Datum? → Kalenderansicht in der Datenbank. Bleib in Notion.
- Du willst deinen Tag mit Uhrzeiten steuern? → Notion Calendar als App, mit Google verbunden.
- Beides? → Genau dafür ist die Kombination gedacht: Datenbank für die Planung, App für den Tag.
Beide Kalender kosten nichts extra – auch nicht im kostenlosen Notion-Plan.
Notion kostenlos testen Werbung: Affiliate-Link – schließt du später ein Bezahl-Abo ab, erhalten wir eine Provision. Der Preis ändert sich für dich nicht.Passend dazu
- Erste Schritte – Datenbanken verstehen
- Vorlagen – fertiger Content-Kalender zum Kopieren
- Alle Ratgeber-Artikel