Ratgeber

Der Notion-Kalender: Zwei Werkzeuge, die oft verwechselt werden

„Hat Notion einen Kalender?" ist eine der häufigsten Fragen – und die Verwirrung ist berechtigt, denn es gibt zwei völlig verschiedene Dinge mit diesem Namen. Hier ist die Unterscheidung, die alles klarer macht, plus die ehrliche Antwort zur Google-Verbindung.

+ das wichtigste in kürze

  1. Die Kalenderansicht steckt in jeder Notion-Datenbank: Alles mit Datum erscheint auf einem Monatsraster. Gut für Redaktions- und Projektpläne.
  2. Notion Calendar ist eine eigene, kostenlose App für deinen Tagesablauf – vergleichbar mit einem klassischen Kalender, aber mit Notion-Anbindung.
  3. Google Calendar lässt sich in Notion Calendar einbinden; eine echte Zwei-Wege-Synchronisierung mit beliebigen Datenbanken gibt es nicht ohne Zusatzdienst.
  4. Faustregel: Termine mit Uhrzeit → Notion Calendar. Aufgaben und Inhalte mit Datum → Kalenderansicht in der Datenbank.

Workspace-Handbuch · Stand August 2026

Die Kalenderansicht in Datenbanken

Das ist der Kalender, den die meisten meinen. Jede Notion-Datenbank kann ihre Einträge in verschiedenen Ansichten zeigen – als Tabelle, als Kanban-Board, als Galerie oder eben als Kalender. Voraussetzung ist nur eine Eigenschaft vom Typ Datum.

So legst du sie an:

  1. Öffne deine Datenbank und klicke oben auf das Plus neben den vorhandenen Ansichten.
  2. Wähle Kalender als Ansichtstyp.
  3. Falls die Datenbank mehrere Datumsfelder hat, wähle aus, welches den Ausschlag gibt – etwa „Veröffentlichung" statt „Erstellt am".

Der große Vorteil: Es sind dieselben Daten wie in der Tabelle. Du pflegst einen Eintrag einmal und siehst ihn wahlweise als Liste, Board oder im Monatsraster. Genau dafür ist unser Content-Kalender gebaut.

Wofür sich das eignet

Wofür sie sich nicht eignet: den klassischen Tagesablauf mit Terminen um 9:30 und 14:00. Dafür gibt es das zweite Werkzeug.

Notion Calendar: die eigenständige App

Notion Calendar ist ein vollwertiger Kalender als eigenes Programm – für Mac, Windows, iPhone und Android, kostenlos, auch mit dem Gratis-Plan von Notion nutzbar. Er zeigt deinen Tag als Zeitleiste, mit Terminen, Videocall-Links und Zeitzonen.

Das Besondere ist die Verbindung in beide Welten: Du siehst deine Google-Termine und kannst Notion-Seiten an Termine anhängen. Vor dem Kundengespräch liegt die passende Projektseite also einen Klick entfernt statt irgendwo in der Suche.

Einrichtung in drei Schritten

  1. App laden und mit dem Notion-Konto anmelden.
  2. Google-Konto verbinden – die App fragt beim ersten Start danach. Mehrere Konten (beruflich und privat) sind möglich.
  3. Notion-Datenbank verbinden: In den Einstellungen lässt sich eine Datenbank mit Datumsfeld als zusätzlicher Kalender einblenden.

Die ehrliche Wahrheit zur Google-Synchronisierung

Hier werden viele enttäuscht, deshalb im Klartext: Eine echte Zwei-Wege-Synchronisierung zwischen einer beliebigen Notion-Datenbank und Google Calendar bietet Notion nicht. Was es gibt:

Was du willstGeht das?Wie
Google-Termine in einer Oberfläche mit Notion sehen Ja Notion Calendar, kostenlos
Notion-Datenbank als zusätzlichen Kalender anzeigen Ja Notion Calendar, Einstellungen
Neuer Google-Termin legt automatisch Notion-Eintrag an Nur mit Zusatzdienst Make, Zapier o. ä.
Änderung in Notion ändert den Google-Termin Nur mit Zusatzdienst Make, Zapier o. ä.

Wer diese Automatik wirklich braucht, baut sie mit einem Automatisierungsdienst nach. Für die meisten Selbstständigen ist das Kanonen-auf-Spatzen: Die gemeinsame Ansicht in Notion Calendar löst das eigentliche Problem – nämlich alles auf einen Blick zu sehen – schon vollständig.

Welchen Kalender solltest du nehmen?

Beide Kalender kosten nichts extra – auch nicht im kostenlosen Notion-Plan.

Notion kostenlos testen Werbung: Affiliate-Link – schließt du später ein Bezahl-Abo ab, erhalten wir eine Provision. Der Preis ändert sich für dich nicht.

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